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Warum ich das Hochzeitsgästebuch meiner kleinen Schwester neu gestaltet habe – für ihre Winterhochzeit im Dezember

designsvm9
26. Aug.
4 Min. Lesezeit

Manchmal entsteht ein neues Design, weil man eine Idee hat. Und manchmal entsteht es, weil ein ganz besonderer Mensch einen ganz besonderen Tag vor sich hat.


Dieses Mal war es Letzteres.


Meine kleine Schwester heiratet im Dezember.


Und obwohl ich bereits andere Gästebücher zur Hochzeit gestaltet habe, wusste ich ziemlich schnell: Für ihre Hochzeit möchte ich etwas Neues machen.

Etwas, das zu ihr passt. Zu diesem Tag. Und vor allem zu dieser ganz besonderen Stimmung, die eine Winterhochzeit mit sich bringt.

So ist meine neue Winteredition entstanden.

Aber eigentlich beginnt die Geschichte dieses Buches noch ein bisschen früher.


Wenn plötzlich die kleine Schwester heiratet …

Es gibt diese Menschen, bei denen man sich kaum vorstellen kann, dass irgendwann der Moment kommt, an dem sie heiraten.

Nicht, weil man es ihnen nicht wünschen würde – ganz im Gegenteil.

Sondern weil man sie selbst noch in so vielen anderen Bildern im Kopf hat.

Als Kind.

Als kleine Schwester.

Bei Familienfesten.

In vollkommen alltäglichen Situationen.


Und plötzlich plant genau dieser Mensch seine eigene Hochzeit.

Ich glaube, spätestens dann merkt man, wie schnell die Zeit eigentlich vergeht.

Als feststand, dass meine Schwester im Dezember heiraten wird, war für mich deshalb ziemlich schnell klar, dass ich ihr gern etwas Persönliches für diesen Tag gestalten möchte.

Ein Hochzeitsgästebuch lag natürlich nahe. Schließlich habe ich bereits andere Varianten entworfen.

Ein vorhandenes Design einfach noch einmal zu verwenden, fühlte sich trotzdem nicht richtig an. Denn eine Hochzeit im Dezember hat für mich ihren ganz eigenen Charakter.


Eine Winterhochzeit braucht kein Weihnachtsdesign

Bei dem Begriff Winterhochzeit denken viele wahrscheinlich sofort an Schnee, Weihnachtskugeln, Tannenzapfen und jede Menge Glitzer.

Genau das wollte ich nicht.

Ich wollte ein Design, das winterlich wirkt, ohne weihnachtlich zu sein.

Elegant, ruhig und natürlich.

Deshalb habe ich mich für zarte Grün- und Naturtöne entschieden. Tannenzweige treffen auf Eukalyptus und kleine rote Beeren. Der helle Hintergrund lässt das Ganze leicht und modern wirken.

So erinnert das Cover an den Winter, ohne an Weihnachten gebunden zu sein.

Und genau das gefällt mir daran besonders.

Denn eine Hochzeit im Winter darf gemütlich und saisonal sein und trotzdem genauso zeitlos wirken wie eine Hochzeit im Frühling oder Sommer.


Ein Tag voller Liebe. Ein Buch voller Erinnerungen.

Dieser Gedanke steht auch hinter dem Gästebuch.

Denn bei der Gestaltung habe ich immer wieder darüber nachgedacht, was nach einer Hochzeit eigentlich bleibt.

Natürlich gibt es die Hochzeitsfotos.

Vielleicht das Kleid im Schrank. Die Ringe. Getrocknete Blumen aus dem Brautstrauß. Karten und kleine Erinnerungsstücke.

Aber ein Gästebuch bewahrt etwas anderes auf:

die Menschen und ihre Worte.

Und vermutlich liegt genau darin der eigentliche Wert eines Hochzeitsgästebuchs.

Am Hochzeitstag selbst passiert so unglaublich viel. Man spricht mit unzähligen Menschen, wird umarmt, lacht, tanzt und versucht irgendwie, all diese kleinen Momente gleichzeitig festzuhalten.

Vieles davon rauscht wahrscheinlich einfach vorbei.

Das Gästebuch wartet.

Und wenn irgendwann wieder Ruhe eingekehrt ist, kann man es aufschlagen und lesen, was die Menschen geschrieben haben, die diesen Tag mit einem geteilt haben.

Glückwünsche.

Ehe-Tipps.

Kleine Anekdoten.

Insider, über die vielleicht nur drei Menschen lachen können.

Oder ein paar ehrliche Sätze, bei denen man plötzlich wieder mitten in diesem einen Tag ist.

Vielleicht ist ein Gästebuch deshalb gar nicht in erster Linie etwas für die Hochzeit.

Vielleicht ist es vielmehr etwas für die vielen Jahre danach.


Genau deshalb wollte ich mehr als ein paar leere Seiten

Bei meinem Gästebuch war mir wichtig, den Gästen ein wenig Inspiration zu geben, ihnen aber gleichzeitig genügend Freiheit zu lassen.


Insgesamt gibt es 30 Doppelseiten für Einträge.


Die Seiten können von einzelnen Gästen, Paaren oder auch Familien gemeinsam ausgefüllt werden. Neben vorbereiteten Feldern bleibt Raum für persönliche Gedanken, Geschichten und Wünsche.

Denn niemand sollte das Gefühl haben, einen Fragebogen abzuarbeiten.

Das Buch soll vielmehr dabei helfen, genau die kleinen persönlichen Dinge festzuhalten, über die sich das Brautpaar später freut.


Zusätzlich gibt es 10 Seiten für Fotos und Erinnerungsstücke.


Dort können beispielsweise Fotos, Karten oder andere kleine Erinnerungen an die Hochzeit ihren Platz finden.

So entsteht mit der Zeit nicht einfach nur ein ausgefülltes Gästebuch.

Es entsteht ein kleines Erinnerungsalbum an einen einzigen, ziemlich großen Tag.


Warum ich dieses Gästebuch auch für andere Winterhochzeiten veröffentlicht habe

Ursprünglich entstand das neue Design wegen meiner Schwester.

Irgendwann während der Gestaltung dachte ich aber:

Warum eigentlich nur für sie?

Vielleicht sitzt gerade irgendwo ein anderes Paar mitten in der Planung seiner Winterhochzeit und sucht genau nach diesem Stil.

Vielleicht heiratet jemand im November, Dezember, Januar oder Februar und findet die klassischen Hochzeitsdesigns zu sommerlich – Weihnachtsmotive aber wiederum zu viel.

Deshalb habe ich mich entschieden, meine Winteredition auch anderen Brautpaaren zugänglich zu machen.

Und ich mag den Gedanken daran sehr.

Dass etwas, das ursprünglich für einen Menschen entstanden ist, der mir besonders wichtig ist, später vielleicht Teil vieler anderer Hochzeitstage und Familiengeschichten wird.


Und an meine kleine Schwester …

Falls du diesen Beitrag irgendwann liest:

Dieses Buch habe ich zwar gestaltet.

Die eigentliche Geschichte darin werden aber die Menschen schreiben, die an eurem Hochzeitstag bei euch sind.

Menschen, die euch schon lange begleiten.

Menschen, die vielleicht erst seit ein paar Jahren Teil eures Lebens sind.

Familie. Freunde. Wegbegleiter.

Und irgendwann – vielleicht an eurem ersten Hochzeitstag, vielleicht zehn Jahre später oder an irgendeinem völlig gewöhnlichen Sonntag – werdet ihr dieses Buch wieder aus dem Regal holen.

Dann hoffe ich, dass ihr beim Lesen lacht.

Dass ihr euch an Menschen erinnert.

Dass ihr wieder Geschichten erzählt.

Und dass ihr für einen kleinen Moment das Gefühl habt, noch einmal an diesem Tag im Dezember zu sein.

Genau dafür ist dieses Buch entstanden.


Ein Tag voller Liebe. Ein Buch voller Erinnerungen.

Und vielleicht ist das am Ende das Schönste, was ein Gästebuch sein kann.




 
 
 

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